Kerala

Wir haben es nach Kannur geschafft und natürlich haben- wie jedesmal wenn man nach einem Tag verschwitztem Reisen ankommt -alle Läden zu und ich ende wie immer alleine in einem Hotelzimmer. Es ist so heiss hier, dass man sogar einfach wenn man ruhigsitzt schwitzt. Die Hitze ist unerträglich und meine Einsamkeit auch. Der „Fan“ über mir rattert, ich finde meine Ohropax nicht, neben mir stinkt die Moskito-Räucherspirale, ich bin mit Moskitocreme eingeschmiert und ich schlafe trotz der unerträglichen schwülen Hitze mit langer Hose und langem Shirt. Es gibt an meinem Körper fast keine Stelle mehr die nicht juckt und aufgekratzt ist.

So sitze ich also in der Hälfte meiner Reise in Kerala, dem reichsten Staat Indiens. Wunderschöne Küsten, Millionen von Kokospalmen, idyllische Fischerdörfer und endlose nicht erschlossene Strände. Es stinkt hier extrem nach verrottendem Fleisch. Hier sieht man fast nur noch Frauen in Burkas – hier sind wir in einem muslimischen Gebiet und hier wird – wie man riecht- Fleisch gegessen. Hier spürt man, dass etwas anders ist und die Menschen hier reich sind, dennoch ist alles verdreckt.

Wir sind hier wegen dem Theyam-Ritual.In der Früh bitte ich den Rezeptionisten in der Zeitung nachzusehen ob heute in der Nähe wo ein Ritual stattfindet. Und tatsächlich nicht weit von Kannur meint er um 12h beginnt es.

Endlich nach zwei Tagen Hölle und einsame grauenhafte Pseudohotelzimmer der vermeindlichen Spiritualität in Indien nahe!