Der Abschied

Als ich in der Früh Smurf und Vanessa mit den Rucksäcken sah wusste ich es war so weit – Abschied. Ich hatte mich sehr auf unseren Tag zusammen gefreut weil klar war, dass die anderen Abreisen werden und sie mit uns noch eine Nacht bleiben aber als ich sie sah wusste ich es wird anders sein. Gleichzeitig bemerkte ich – mir war extrem schlecht. Also setzte ich mich auf die Stufen unseres Klippenbungalows und heulte. Abschied tut weh und mir wurde in diesem Moment bewusst wie gut es mir hier mit den Leuten geht und wie allein ich wieder sein werde wenn ich in Wien bin. In Wien gibt es keinen Menschen der mich akzeptiert wie ich bin, es gibt niemand der mir so Nahe ist, dass er da ist wenn ich heulend von der Arbeit nach Hause fahre und der sich wenn es sein muß auch um 3h früh Zeit nimmt. Ich wurde in dieser Situation des Abschieds mit meinem Alltag konfrontiert der unbarmherzig auf mich wartete. Ich schaute der Gruppe zu – als sie gingen. Malte, Lavinia, Katja und Smurf und Vanessa zogen weiter – auf ihren Wegen der nicht meiner ist. Aber ich bin unendlich dankbar für viele tolle Augenblicke und Momente mit ihnen. Dankbar dafür, dass die Nornen unsere Schicksalsfäden so geknüpft haben, dass wir an einer Kreuzung unserer Wege aufeinander trafen und wir gemeinsam mit Bert und Helen und dann in PhaNgan mit Arno eine kurze Zeit gemeinsam als Gruppe existierten. Es war wunderbar, dass immer jemand da ist und man jemand zum reden hat und es war schön für mich zu spüren wie es ist nicht allein zu sein.

Ich bekam Fieber und hatte Wasserdurchfall und musste dauernd kotzen und konnte nicht mal wenige Schlucke Wasser in mir behalten. Das Fieber stieg im Mund gemessen auf 38,9°C, ich war unruhig hatte teilweise Halluzinationen und hatte Angst. Jede Stunde war als wäre es ein Tag und ich konnte weder liegen noch sitzen, noch stehen noch gehen. Ich konnte nichts lesen oder reden. Es war zum Scheissen und Kotzen. Ich flehte darum das Gefühl das mir so schlecht ist gegen ein gebrochenes Bein zu tauschen – alles nur nicht kotzen müssen das war immer schon die persönliche Hölle für mich wenn mir schlecht ist. Details erspare ich euch und die Panik vor einem Thailändischen Spital liess mich jammernd durchhalten. Abends nahm ich dann Schlaftabletten und am nächsten Tag war es schon besser. Nachdem Immodium nichts half bekam ich von Silke die wir am Strand kennen lernten andere Medis und die waren gleich besser. Essen konnte ich dennoch nichts und mein Kreislauf war schwach. Mir war dauernd schwindlig – so hatte ich mir meine letzten 2 Tage am Strand auch nicht vorgestellt.
Aber da musste ich durch und ich fuhr dann mit Arno nach Koh Samui und flog von dort nach Bangkok und er flog zu seiner Liebsten nach Frankfurt weiter.
Ich allein in Bangkok so war das ja eigentlich auch nicht geplant – aber was solls Helen und Bert fuhren mit dem Nachtzug und ich wusste mit ihnen kann ich dann noch den 25.2. verbringen und bin nur am 24. und am 26. allein und das wird schon gut gehen.

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