Agonda war und ist ein verschlafenes Nest. Um 22h ist hier alles geschlossen. Am Strand Bars und Hütten nach der Reihe und alles so gut wie leer. Es ist im vergleich teuer hier, weil zu wenige Touristen da sind. Eine halbwegs nette Hütte am Strand kostet hier 1.500 Rps in Arambol gibt es das um 850 Rps und bedeutend gemütlicher eingerichtet.
Agonda ist sehr ruhig friedlich, vor allem ältere Leute Traveller. (Außer in den Yogaressorts.) Jeder Strand hat ja so seine Eigenheiten, hier sind es sicher die „Bats“ nicht einfach Fledermäuse sondern die Flughunde die hier leben.
Wer also Ruhe sucht, gerne mit der Sonne schlafen geht und nicht viel Action erwartet ist hier richtig.
Man kann hier mit den Fischern in der früh raus aufs Meer fischen gehen oder kleine Touren mit dem Boot machen zum nächsten Strand, Delfine schauen oder den Fluss entlang.
Scooter kostet auch hier 250Rps und man düst durch die Landschaft.
Die meisten Leute die hier arbeiten sind Saisonarbeiter aus dem Norden. Sie zahlen dafür um hier arbeiten zu können und leiden sehr darunter,dass heuer so wenige Touristen da sind.
Umso schöner, wenn man auf Menschen trifft die es einem hier spannend machen. Das „Sea View“ Restaurant ist ein solcher Ort. Hier arbeitet Rakesh mit seiner Crew im Restaurant und macht mit Abstand das beste Naan hier. Er stammt vom Himalaya, arbeitet jedes Jahr in Agonda um Geld nach Hause zu seiner Familie zu bringen und hat es diese Saison sehr schwer. Und trotzdem lässt er uns spüren, dass es nicht nur um Geld geht und es zwischen Menschen mehr gibt als Worte. Er spricht kaum Englisch und trotzdem irgendwie versteht man ihn. Und so passiert es, das er uns einlädt, er uns Essen zum Kosten hinstellt und uns auf Schnaps einlädt.
Und wir sitzen da, mit lauter dunkeläugigen, dunkelhaarigen Männern. Das Personal vom Sea View, das an einer großen Tafel zu Abend isst nachdem alles zu hat. Einige sprechen englisch und auch jene die uns nicht verstehen, grinsen uns an und teilen ihr Personalessen mit uns. Ein Schnaps nach dem anderen wird gekippt, die Stimmung locker und lustig, ich fühle mich geehrt unter ihnen zu sitzen.
Denn in Indien geht es immer ums Geld, wir sind weiße Touristen und werden grundsätzlich abgezockt. Doch nicht hier, hier erfahre ich das Leid der Menschen und ihr Kampf die Familie durchzubringen und genauso lachen und „friend“ zu sein.
Wo Rakesh nächstes Jahr arbeiten wird weiß er noch nicht, vielleicht wieder im Sea View, vielleicht wo anders, aber wo er ist darf man sich vertrauensvoll nieder lassen und nach ein paar Schnaps nach der Arbeit ist es egal welche Sprache man spricht.
In Agonda gibt es auch ziemlich am Nordende eine wunderhübsche Inderin, sie hat eine Schneiderei. Aber sie vermietet auch Scooter und war die erste Frau die dieses Business in Agonda gestartet hat. Es ist gut zu sehen, dass auch Frauen sich durchsetzen. Sie ist unglaublich freundlich und strahlt obwohl es auch ihr nicht gut geht. Wir umarmen uns beim Verabschieden, von Herz zu Herz ein Lächeln. Taxi nehme ich von ihr, sie macht einen guten Preis für mich aus. Also egal was man in Agonda braucht man kann sie Fragen und “ es wird ihnen geholfen“.
[ngg_images source=“galleries“ exclusions=“145,148″ display_type=“photocrati-nextgen_basic_thumbnails“ override_thumbnail_settings=“0″ thumbnail_width=“100″ thumbnail_height=“75″ thumbnail_crop=“1″ images_per_page=“20″ number_of_columns=“0″ ajax_pagination=“0″ show_all_in_lightbox=“0″ use_imagebrowser_effect=“0″ show_slideshow_link=“1″ slideshow_link_text=“[Zeige als Diashow]“ order_by=“sortorder“ order_direction=“ASC“ returns=“included“ maximum_entity_count=“500″]