Arambol got me again

 

Und wieder habe ich es nicht nach Hampi geschafft,so ist das wenn man entschleunigt und zeitlos in Arambol sitzt und auf das Meer hinaus sieht. Ist Arambol noch so wie früher? Nein natürlich nicht! Der Tourismus bringt die Russen, viel Müll, noch mehr Marktstände, noch mehr Strandliegen und noch mehr Strandbars. Aber nichts desto trotz ist Arambol einfach Arambol und „mein“ kleines Dorf bietet eben all das was man zum relaxen benötigt. So ist es nicht verwunderlich, dass wir in diesem Monat Indien nicht mehr geschafft haben als Goa mit Basisstation Arambol und Varanasi. Ich komme wieder natürlich, denn es gibt noch so vieles zu sehen.

Auch wenn man übers Ohr gehauen wird, die Inder immer mehr zeigen wie Korrupt alles ist und man immer wieder in Situationen kommt wo man als Europäer nur den Kopf schütteln kann oder sich wirklich wirklich sehr ärgert – ich mag es hier. Achja mein Laptop wurde geklaut samt Tasche und meine gefälschte Thai-RayBan…nunja so ist das eben.

Diesmal waren es die schönen Begegnungen mit Bekannten und Freunden. Da muss man nach Arambol fahren um so viele neue/alte Vernetzungen zu erfahren, Menschen nach so langer Zeit wieder zu sehen und andere neu kennenzulernen. Wunderbar wie gut die Schicksalsnetze funktionieren!

Wir gönnen uns also den Luxus: Egal wie lange wir schlafen, egal wie früh oder spät wir ins Bett gehen, egal wann und was wie wo essen, keine Angst was zu versäumen wenn man nicht auf einer Party ist, nüchtern sein, einfach ins Meer starren, das Rauschen des Ozean als Gute Nacht Musik, der Gesang der Palmblätter, die Adler und Krähen in den Lüften ……ah Zeitlos und alles im eigenen langsamen Tempo. Nichts müssen – welch wohltat für mich aus dem gestressten Arbeitsalltag kommend. Aber all diese Dinge in Wien im Job die so weh getan haben, so heftige Erfahrungen, Brüche im Freundeskreis mit den Menschen die mir Nahe waren….all das scheint hier tatsächlich nicht so wichtig. Was ist eigentlich wichtig? Was lasse ich in meinem Leben wichtig werden? Und vor allem die Besinnung darauf, wie will ich Leben und was tut mir gut.

Aber im Hier und Jetzt in Goa zählt nur eines: Von Moment zu Moment leben und schaun was passiert. Denn Indien zeigt dir gerne Grenzen und bereitet dir Erfahrungen die einfach etwas in dir verändern. Damit meine ich nicht diejenigen die dann ach so Erleuchtet aus Indien zurück kommen und glauben jetzt alles anders zu machen und ein anderer Mensch geworden zu sein – da lächle ich nur müde und warte ab wie sie ihr Leben wieder zurück in ihrer Umgebung abseits vom Urlaub gestalten.

Und dieses mal geht es für mich genau darum, neue schräge Erlebnisse in Indien mit den Fluggesellschaften die mich echt nur noch wütend machen. Aber das brauchte ich anscheinend denn all die anderen Dinge regen mich kaum noch auf. Und was lerne ich, ruhig bleiben, das Wissen, dass es alles irgendwie immer klappt. Und ich lerne für mich wie wichtig es ist zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Ich brauche meine Auszeiten wirklich dringend und merke erst hier wie Nahe ich dem Burn Out im Job war und was dies mit sich bringt.

Indien ist immer auch eine spirituelle Reise für mich. Nicht im Ashram nicht im Yoga-Resort, nicht in der Meditationsgruppe, sondern in mir mit mir.Am Besten geht das für mich wenn ich einfach den Strand entlang laufe oder in die Wellen schaue.

Wie jedes mal in Goa fahre ich in die Berge zum Mahamaya Kalika Devasthan Tempel. Es ist ein großer Kalitempel, abseits von Touristen. Wir legen uns im Tempel auf den Marmorboden, machen eine kleine Puja und spüren die sehr sinnliche und sanfte Kalikraft in diesem Tempel. Dies ist die Vorbereitung für Varanasi wo es heftig zu gehen wird – in der Stadt Shivas beim MahaShivaratriFestival wo auch ein Teil meines spirituellen Auftrags schon auf mich wartet.

Hier in den Hügeln bei Assonora im kühlen Tempel fühlt sich alles so sanft und leicht an, so einfach und problemlos. Kein Wunder denn Kali, so sagt man, kam nach ihren Kämpfen gegen die Dämonen hier her nach Goa um zur Ruhe zu kommen und sich eine Auszeit zu nehmen. Sie ist hier als Mutter als Zeit als sanfte Form präsent.

(http://kalikadevikasarpal.com)

Und so war es klar, dass ich das was ich Kalkutta begonnen habe in Varanasi zu Ende bringen muss. In Kalkutta die Stadt Kalis war ich im Ganges und habe Kalis Tränen gespürt und gesehen in der ärmsten und dreckigsten Stadt Indiens. Jetzt geht es nach Benares der Stadt Shivas. Dort werde ich Erleben was ich erlebe aber ich weiß jetzt schon es wird mir wieder Grenzen zeigen. Aber ich muss dort in den Ganges um etwas zum Abschluss zu bringen.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass nach Varanasi – nicht Hampi folgte sondern wir wieder in Arambol landeten und ich von einem Nepalesen aus Kathmandu Kali auf den Rücken tätowiert bekommen habe.Aber es ist einfach schön hier, rauf auf die Enfield (echt teuer) oder den Scooter und Ausflüge machen,€infach ins blaue hinein fahren und irgendwo in einem Dorf halt machen um 10 RPS Pakora essen, Hello Hello, Fotos mit Kind am Schoß und weiter gehts durch die wundervollen Landschaften von Maharashtra und Nordgoa.

Best of Arambol:

Wohnen:

Wie immer residiere ich bei Om Ganesh an den Cliffs, auch hier wurde dazu gebaut. Zimmer kosten rund 800,- Rps pro Nacht. Neben Ludu Guesthouse gibt es noch andere Zimmer direkt am Meer um rund 900,- Rps. Und zum Schluß wollten wir dem Meer ganz nah sein und landeten in einer der Bambushütten vorm Om Ganesh die direkt am Meer sind und das rauschen der Wellen so mächtig ist als würdest du mitten im Meer liegen. (700Rps.)

Wenn man es billiger und einfacher möchte ist immer noch die beste Anlaufstelle das Blue Fin mit nettem Ausblick und netten Leuten. Oder daneben gleich das Hilltop.

Shoppen:

Ich darf euch verraten die Stände in Arambol bieten das gleiche wie am Wednesday Market nur das es dort teurer ist. Also shopping am besten gleich in Arambol erldigen. Und natürlich Samstags zum Saturday Night Market weil dort einfach auch ein paar Läden zu finden sind die man sonst nicht sieht – aber natürlich auch mit europäischen Preisen.

Bester Kaffee:

Auf der Hauptstrasse gibt es das Dreamland, das nur unter Tags offen hat und perfekten Kaffee bietet und leicht zu übersehen ist so klein ist es.

An den Cliffs da wo die Stufen zum Hauptstrand runter gehen ist eine kleine Plattform wo man gut herumhängen kann und Kaffee aus der Maschine bekommt immer mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen vom indischen Besitzer der quasi im Laden lebt.

Bars :

In der Bar Revolution gibt es nicht nur Käsespätzle sondern immer wieder feine elektronische Life-Konzerte.

Am Strand gib es jetzt das Om Sita, kurz vorm Laughing Buddha wo es jeden Montag feine Techno Partys am Strand gibt – ist neu und gehört Wienern.

Bester Platz zum Essen:

Essen ist ja fast überall gut und fast überall gibt es schon Pizza aus dem Holzofen(dazu braucht man nicht mehr ins Fellinis wo wir 1 Stunde auf eine Pizza warteten) und Momos gibt es auch in allen Varianten. Bei der Mainstreet ist es zb. oben im Umbrella oder bei den Israelis von Shiva Moon chillig wo man vom Dach aus die Menschen unten auf der Straße beobachten kann während man bei leckerem Essen Trancemusik hört.

Bei den Cliffs ist das Outback eines der letzten Strandbars wenn man zum SweetWaterLake geht und ein idyllisches Plätzchen um im Schatten sein Lemon Nana und Lafa zu geniessen.

Sonnenuntergang ist nach wie vor der Treffpunkt der „alternativen“ Szene. Von Meditation, Jonglieren, Drumming Circle bis zu den Travelern die hier abends ihre Waren feil bieten. Hier erfährt man auch wo abends was los ist und welche Shows stattfinden während man bedächtig der Sonne zusieht die glühend rot im Meer unter geht.

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