Mea Culpa – Christoph Schlingensief

Sprachlosigkeit umnebelt die wirren Gedanken die sich mein Geist nicht auszudrücken wagt, meine Emotion aber schon längst an meine Zellen weitergeleitet hat.

Meine Ahnen schauen verzückt zu und winken, ich weiß da gibt’s noch ein zwei drei Dinge die es aufzulösen gilt….

Wären sie nicht wäre ich nicht aber fuck so toll ist das Leben manchmal auch wieder nicht!

Doch welch Verschwendung sein Leben nicht zu leben. Und welch Verschwendung sich nicht zu trauen sein Leben auszuleben bis zum letzten Atemzug – wann auch immer dies sein wird. Mit allen Ticks und Peinlichkeiten, mit Dramen und Zusammenbrüchen…Leben leben!

Wo ist die Ekstase die ich kenne wenn ich mit den Göttern tanze hin – wenn es um die Bewältigung des Alltags geht?

Wo sind die Ahnen wenn ich mal echt eine Antwort von ihnen bräuchte?

Mea culpa – ein Traum im Traum in dem man träumt und weiß, dass es ein Traum im Traum ist in dem ichzu träumen wage …………und die Realität eine andere ist.

Was wenn es im Jenseits im Sommerland nicht so toll ist und dort überall körperlose Energien rumschwirren die eigentlich nichts anderes wollen als ihr Leben weiter leben?

Nicht alleine kamen wir auf die Welt und so sollten wir auch wieder dieses leben verlassen – nicht einsam und alleine!

So wie in Afrika wo die Trommeln den Takt des Lebens vorgeben und Freude und Leid gelebt und nicht verschluckt wird und nicht begraben wird unter einem Morast der Angst und der Tabus.

Dort wo die Vergänglichkeit und die Ahnen immer da, immer nah sind und nicht wie bei uns das Nebenprodukt eines schlecht strukturierten biologischen Körpers.

Die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit bringt Angst und Panik, warum müssen manche schon so früh von uns gehen, wie kann man dem Damoklesschwert des Todes entkommen?

Angst fressen Seele auf!

Mea Culpa- die Opulenz des Lebens auf der Drehscheibe der Vergänglichkeit, berührend und wie ein Schlag ins Gesicht mit der kreativen Aggression die für mich auch Schlingensief ausmacht – Schlingensief der Augen und Herzöffner!

Mea Culpa- hat mich eingefangen und meinen Ängsten erlaubt sich auf der Bühne zu zeigen, emotionale Überflutung und der Schatten des Todes legen sich wie ein warmer kuscheliger Mantel um meine Seele.

Ich hole mein Licht und meine Ahnen ganz nahe zu mir.

Jetzt noch nicht meine Lieben, da gibt es noch etwas aufzulösen! Jetzt noch nicht auch wenn ich euch Nahe bin!

Mea Culpa – und Tschüss!

http://www.mea-culpa.at

Ich danke und Liebe auf einer metaphysischen Ebene, im kollektiven Unterbewusstsein, in diesem Moment in diesem vergänglichen Augenblick Christoph Schlingensief für sein Werk und seinen Mut und danke für diese innige Berührung meiner Seele!

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