Loslassen

Loslassen ist ja eines meiner Megathemen. Denn wenn man nie Freunde hatte auf Grund der Umstände dann braucht man sie irgendwann mal und sie werden ganz besonders Wichtig. Und dann ist es schwer zu Vertrauen, schwer wenn man merkt das man nicht integriert wird und schwer wenn man Vertraut und für den anderen nur eine Bekanntschaft ist. Noch viel viel schlimmer ist es aber wenn Freundschaften die einem wichtig sind zerbrechen oder man einfach damit Leben muß das Wege auseinander gehen und anderen es egal ist was mit dir ist.
Ich gehe davon aus, dass dies normal ist – dennoch vereletzt es mich und schmerzt und schmerzt und schmerzt jeden Tag aufs Neue.
Ich denke jeden Tag an meine Freunde – ist wie eine Daily Devotion – und so tut es dann auch jeden Tag weh weil die ja alle sozusagen weg sind.

Und als ich aus Thailand ankam haben mich die Krähen vorm Haus begrüsst, ich freute mich aufs ankommen und auf Freunde! So hab ich als erstes 2 Menschen angerufen die mir viel bedeuten da ich den Druck der leeren kalten Wohnung kaum ertragen konnte – keiner hatte Zeit – auch die Tage darauf nicht!
So war ich wiedermal gefangen im Schatten des Bewußtseins, dass ich keine Freunde habe die enge Freunde sind mit denen man alles macht und jede Woche sich trifft usw.

Und da lag sie vor mir – groß mächtig und blauschwarz schillernd. Ihre Augen waren noch offen und starr und wirkten wie kleine glitzernde Perlen. Ihre Federn waren unversehrt und prächtig. Sie wirkte stolz und voller Schmerz und Trauer – so wie auch ich und deswegen nahm ich sie mit nach Hause. Sie lag schliesslich auch vor meiner Tür!

Die tote Krähe steht für den Tod, das Sterben als Metapher fürs Loslassen.

………und der Präparator will 130,-

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