19.1.2018
…oder aber auch die Fahrt durch das Land des Tees!
Nach einer anstrengenden Fahrt von Kandy über Nuwara Eliya sind wir gelandet.
Nachdem uns das Glück in SL nicht sehr hold ist haben wir keine Zugtickets bekommen. Also teures Taxi – die Fahrt- nicht das Auto. Denn der TaTa Nano ist das billigste Auto das in Indien produziert wurde damit sich jeder ein Auto leisten kann.
Die Fahrt ca. 6 Stunden Serpentinen die Berge entlang durch die Teeplantagen.
Nicht gut für den Magen aber gut für den Blick.
Das grün der Teeplantagen und grinsende (Hindi) Teepflückerinnen haben tatsächlich einen eigenen Charme.
Zwischenstopp in der Teefabrik von Blue Field Tea. Die Fabrik stammt aus der Kolonialzeit, die Geräte aus Irland aus der Jahrhundertwende. Beeindruckend über den Tee zu erfahren und erstaunlich schlicht wie Tee produziert wird.
Nachdem in Ella viele Zimmer bereits ausgebucht waren, entscheiden wir uns auch hier für einen guten Ausblick. Wir landen im „Ella Nature View“, etwas ausserhalb aber mit Warmwasser, Handtüchern, gratis Tee und einen Wahnsinns Ausblick ins grün grünende Grün.
Und nachdem hier ja (fast) jeder Tempel von Touristen Geld verlangt gehe ich in viele gar nicht mehr rein. Dazu habe ich schon viel zu viele wundervolle Tempel erlebt die gratis waren.
Eigentlich wird ja für alles Geld verlangt in SL. zb. das stehen bleiben vor einem Wasserfall um ein Foto zu machen – kostet 50.- Rupies. Ja genau, nur dort kurz stehen zu bleiben für 1 Foto von der Strasse kostet etwas.
Ich merke ich drifte etwas ab vom Thema. Auf jeden Fall ist neben der Hauptstrasse von Ella nach Badulla ein Wellblech-Garagen-Verschlag. Dies sieht nach einem Hindu-Tempel aus. Und dort lebt tatsächlich eine Familie mit Kali und ein paar anderen Göttern.
Kali ragt bunt hinter den Shiva Dreizacken empor. Unter dem Wellblechdach versammeln sich Hindugötter mit Rang und Namen, von Durge über Shiva und einige mir eher unbekannte. Ein junges Mädchen erklärt uns mit gutem Schulenglisch ihre Götterwelt und erzählt, dass die Statuen ihr Grossvater gemacht hat, den sie leider nie gekannt hat. Als sie merkt das ich die Götter kenne fragt sie mich ob ich denn Hindu bin. „Are you a Hindu Mam?“ Nicht ganz erkläre ich ihr, aber zeige ihr mein Kalitattoo am Rücken. Sie erschrickt und lacht zu gleich und sagt : „Mam i can see you like it. Tourists go more to Buddha but you not, you like it here“! Dann stellt sie uns ihre Mama und die Geschwister vor. Es ist dort unter dem Wellblechdach am Strassenrand ehrlich, staubig, bunt und das strahlende lächeln des Mädchens das stolz ist auf ihre Götter will am Ende kein Geld von uns. Sie fragt uns nur sehr höflich nach einem Kugelschreiber den sie ihrer Schwester schenken möchte, die heute Geburtstag hat.
Geld nimmt sie nicht an. Sie grinst nur und sagt „You like it, you like the power of the goddess, take pictures to remember.“
Und ja – ich werde mich erinnern. Tag 5 in SriLanka und ich fühle mich zum ersten mal wohl und verlasse in Demut mit viel Winken den Ort der Hindugötter unter dem Wellblechdach bei Ella. Hier hat die Göttin Kali ein gutes zu Hause gefunden mit der freundlichen Familie.










