Ich sitze in meiner Beachfront Villa auf der Terrasse und schaue auf den weißen Strand, die malerischen Boote und beobachte die Hunde und Menschen die vorbeilaufen.
Ich habe die letzten Tage mit Anna, Jakob und Erik aus Schweden verbracht die ich auf der Fahrt nach PakBarra kennengelernt habe. Heute früh sind sie weiter gereist nach Koh Muk. Die Tage war ich also in sehr netter Gesellschaft, wir haben gemeinsam die Insel erkundet, sind rumgehangen und hatten abends an den diversen Bars spannende Diskussionen und Unterhaltungen. Ich wusste gar nicht wie ähnlich deutsche und schwedische Wörter sind. Die 3 waren spannende Gesprächspartner und es war fein mit ihnen, doch jetzt sitze ich hier -alleine. Das Gefühl des allein Seins kommt wie die Wellen vor mir, immer wieder über mich gespült und dann ist es schwer sich aus der Emotion wieder hinaus zu befördern. Mir ist klar geworden wie schön es ist mit Menschen zu sein bzw. dass ich einfach gerne so enge Freunde hätte wie die Reisenden die ich bis dato kennen gelernt habe. Fast alle hier Reisen mit Freunden oder als Paar. Auch Erik, Anna und Jakob haben mir wieder gezeigt, dass es möglich ist enge Freunde zu haben die nicht immer einer Meinung sind aber auf die man sich verlassen kann und die spüren und wissen wo der andere steht und das man immer über alles reden kann. Immer wieder dachte ich, ich habe zu hohe Erwartungen an Freundschaften, doch hier einmal mehr wurde mir gezeigt, dass wonach ich mich sehne ist sehr realistisch und keine Utopie. Es gibt sie also und zwar überall auf der Welt, jene Freundschaften wo man sich einfach Nahe ist und gemeinsam durchs Leben zieht. Wir haben die Tage über vieles geredet wie auch über Beziehungen. Über Menschen die nicht allein sein können und deswegen von einer Beziehung in die andere wechseln und gar nicht wissen wie es ist alleine zu sein. Nunja dies ist zumindest nicht mein Thema nach der letzten Horrorbeziehung schaue ich lieber sehr genau hin. Wir haben über die Beziehungen zu unserer Familie geredet und natürlich über Freundschaften und das Menschen nunmal Menschen suchen, brauchen ohne sie nicht sein können. Wauw, es war wirklich wunderbar die letzten Tage so viele gute Gespräche gehabt zu haben und zu wissen da sind Menschen mit denen ich mich treffen kann, gemeinsam Frühstücken gehe und abends an der Bar abhänge. Ich danke den Göttern dafür gerade in den ersten Tagen mich nicht alleine gelassen zu haben. Und all jene die enge Freunde haben dürfen sich behütet und dankbar fühlen, denn dies ist nicht mehr selbstverständlich und ein rares Gut in Zeiten der Oberflächlichkeiten und wo viele als erstes an sich denken. Der Mensch sollte wieder lernen umzudenken, in Gemeinschaften leben und auch danach handeln, dann wären nicht so viele Menschen alleine und depressiv. Menschen streben in Wirklichkeit nach Zusammenhalt und einige Studien belegen mittlerweile auch, dass Menschen die „Bezugsmenschen“ haben auf die sie sich verlassen können nicht so oft krank werden, weniger psychische Probleme haben und generell „glücklicher“ sind.
In diesem Sinne „Be Human Be Social“ .