{"id":716,"date":"2012-03-20T12:47:45","date_gmt":"2012-03-20T11:47:45","guid":{"rendered":"http:\/\/ladypurple.hagazussa.tv\/?p=716"},"modified":"2012-04-14T12:40:42","modified_gmt":"2012-04-14T10:40:42","slug":"bangkok-16-18-3-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/purple.wildherb.at\/?p=716","title":{"rendered":"Bangkok 16.-18.3. 2012"},"content":{"rendered":"<p>Von der Insel in die dampfende feucht-hei\u00dfe Stadt und ich mitten auf der KhaoSanRoad. Mitten unter betrunkenen Touristen die sich hier lautstark gehen lassen und noch dazu St. Patricks Day. Trubel und die Auswirkungen des Alkohols auf junge Touristen bieten mir allabendliche Unterhaltung. Ich wohne diesmal im D&amp;D und genie\u00dfe die Aussicht von meinem Rooftop \u00fcber die glitzernde laute Stadt. Das D&amp;D ist nicht das billigste Hostel und normalerweise w\u00fcrde ich die Soi Rambuttri vorziehen, aber ich wollte es mal wissen wie es ist mitten auf der Khao San und eigentlich ging es mir um den Rooftop den ich t\u00e4glich nutze um zur Ruhe zu kommen und in der Hitze auszuspannen. Das Zimmer hat kein Fenster, denn die Zimmer mit Fenster gehen auf die Khao San Road und sind somit mehr als laut da hier bis in den Morgen gefeiert wird und auch Ohropax helfen da nicht da der wummernde Bass der Discos auf der Strasse durch die Matraze kriechen. Das Zimmer ist ok und halbwegs sauber und ich habe meine 2 gro\u00dfen Kakerlaken aus Koh Lipe hier gegen mehrere kleine Kakerlaken eingetauscht, aber irgendwie ist das alles ganz normal. Was Hygiene anbelangt merke ich immer wieder wie steril wir Europ\u00e4er sind. Vieles was hier ganz normal ist w\u00e4re bei uns absolut verp\u00f6nt und gegen die Etikette. Hier ist es normal wenn man im Bus die F\u00fc\u00dfe auf dem Koffer eines anderen hat weil der Bus so vollgestopft ist. Es ist normal, dass sich jemand auf den Sitzplatz neben dich quetscht und man sehr engen K\u00f6rperkontakt hat auch wenn jeder schwitzt. Es ist normal, dass Kakerlaken, Ratten usw. hier \u00fcberall mit dabei sind auch in sauberen Zimmern. Aber Sauberkeit ist nun mal hier auch v\u00f6llig anders im Vergleich zu Europa. In diesem Sinne im Vergleich zu Indien ist Thailand extrem sauber, im Vergleich zu \u00d6sterreich eher verwahrlost. Im Vergleich zu Indien eher ein reiches Land mit wenigen Bettlern und weniger Menschen die auf der Strasse leben, im Vergleichzu uns nach wie vor traurig.<\/p>\n<p>Da es so hei\u00df ist in Bangkok schaffe ich kaum mein vorgesehenes Programm. Ich mache die Tage nicht viel -au\u00dfer Shopping. Ich war nat\u00fcrlich am Chatuchak Weekendmarket einer meiner liebsten M\u00e4rkte die ich auf dieser Welt kenne. Dennoch m\u00fcsste ich ein Ranking einf\u00fchren w\u00fcrde nach wie vor der Sonorra Mercado in Mexiko City f\u00fchren da er einfach f\u00fcr mich der abartigste Markt ist den ich kenne.<\/p>\n<p>Ich verbringe also fast den ganzen Tag am Chatuchak Markt und flaniere \u00fcber das grosse Gel\u00e4nde.Sonntags war ich dann im MBK und im Siam Discovery. Dort gibt es jetzt einen Lomography Shop den ich besuchen wollte in der Hoffnung hier eine billige Lomo zu ergattern, aber weit gefehlt die Preise sind weltweit gleich. Im MBK finde ich dann einen Fotoladen der eine Holga h\u00e4tte um 2500 Baht mit Flash, also etwas billiger als bei uns. Ich entscheide mich aber dagegen, denn um 20,- \u20ac billiger zahlt es sich nicht aus hier eine Kamera zu kaufen die ich vielleicht doch noch billiger auf ebay finde. Am Weg raus aus dem MBK findet am PLatz daneben gerade eine Muay Thai Weltmeisterschaft der Jugend statt also schaue ich mir noch einen Boxkampf an und begebe mich auf die suche nach dem richtigen Bus heimwerts.<\/p>\n<p>Abseits vom Shoppingwahnsinn wollte ich eigentlich in die Tempel schauen um ein wenig zu meditieren, aber irgendwie passt es nicht. Die Hitze und das viele herumgehen machen mich etwas m\u00fcde und somit streune ich ziellos in Bangkok herum schaffe es aber diesmal in keinen einzigen Tempel.<\/p>\n<p>Achja urspr\u00fcnglich wollte ich eigentlich zu Mr.Tung um mich t\u00e4towieren zu lassen. Mr. Tung ist ein unglaublich netter und gro\u00dfartiger T\u00e4ttowierer in einer der Nebengassen der Khao San und ich schaue Samstags zu ihm. Leider ist er v\u00f6llig ausgebucht, arbeitet am Sonntag nicht und es ist ihm lieber wenn ich mir mehr Gedanken mache was genau ich wo will. Also plaudere ich ein wenig mit ihm und seiner Frau, schaue mir die neuesten Kreationen an und Entscheide mich daf\u00fcr in einem Jahr wiederzukommen. Mr. Tung macht nur individuelle Tattoos und Freihand und somit ist entschieden ich muss bald wieder kommen, vielleicht wird ja was aus der Idee nach Kamboscha zu reisen im n\u00e4chsten Jahr.<\/p>\n<p>Beim Fr\u00fchst\u00fcck treffe ich auf ein \u00e4lteres Paar mit dem ich mich angeregt unterhalte. Es ist einfach genial was f\u00fcr spannende Geschichten man h\u00f6rt wenn man alleine unterwegs ist und auf Menschen trifft. Die beiden sind aus Israel. Sie hat Chinesische Kultur studiert und arbeitet f\u00fcr eine Organisation die die Vernetzung zwischen China und Israel auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene betreibt. Ankn\u00fcpfend an meine Erfahrungen damals aus Taiwan diskutieren wir angeregt die Problematik des \u201eGesichtsverlustes\u201c und wie schwer es f\u00fcr uns Europ\u00e4er ist wenn wir unsere Kultur als \u201eNorm\u201c betrachten und die anderen als \u201eAbnormal\u201c und uns dar\u00fcber beschweren warum wir angelogen werden oder das Verhalten verurteilen &#8211; alles eine Frage des Blickwinkels oder?<\/p>\n<p>Er ist Architekt und baut Resorts an neuen Touristenorten. Ich gerade zur\u00fcck aus KohLipe bringe ihm genau das Bild mit das er gut kennt. Eher Unbekannte Orte die pl\u00f6tzlich zu Touristenzielen werden. Die Einheimischen werden verdr\u00e4ngt, Fremde machen Business, teure Resorts entstehen f\u00fcr reiche Leute und bald kippt die Umwelt weil man nun mal nichts anderes kennt als den M\u00fcll zu verbrennen oder alles ins Meer zu leiten. \u201eIt`s all about the Money\u201c und wir vergessen, dass es eigentlich die Natur ist die wir lieben wenn wir zb. in Thailand auf der Insel sitzen, doch wenn es so weitergeht ist bald alles kaputt und viele Insel gibt es nicht mehr die so unber\u00fchrt sind, dass man sie vor dem Massentourismus sch\u00fctzen kann.<\/p>\n<p>Der Sonntag Abend, mein letzter Abend gestaltet sich dann auch noch sehr interessant. Ich treffe auf meine Schweden die ich leider nicht mehr gesehen habe und die mir wirklich abgegangen sind. Sie sind gerade auf dem Weg zum Flughafen, eine kurze Umarmung und weg sind sie. Ja mit den Schweden war es wirklich super genial und intensiv und einfach\u00a0 im Fluss. Ein Grund mehr einmal nach Stockholm zu fahren!<\/p>\n<p>Ich war auf dem Weg um mich mit P. und M. (mit denen ich auf Koh Lipe rumgehangen bin) zu treffen da sie Samstag abend in Bangkok angekommen sind und P. ja hier wohnt. Doch P. teilt mir mit sie haben wahrscheinlich gerade Schluss gemacht. Zu gro\u00df die Kluft der unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse. Ich treffe mich mit P. in der Samsen Road wo es ein wenig abseits des Touristenwahnsinns kleine nette Bars an der Stra\u00dfe gibt. Die BluesBar und daneben das Cafe Bagdad zum Shisha rauchen sind zu empfehlen.<\/p>\n<p>Nachdem ich ein wenig mit P. geplaudert habe stellt sich heraus M. ist in der N\u00e4he und in einem Hostel eingecheckt\u00a0 und wir werden hinschauen. Nachdem ich schon auf der Insel immer wieder mit den 2 \u00fcber ihre Beziehungsprobleme geredet habe (das Los einer Psychologin auf Reisen) ist es P. sehr recht wenn ich mitkomme. Wir treffen auf M. in der Madame Musar Bar in der Soi Rambuttri eine sehr nette gem\u00fctliche Stra\u00dfenbar. Irgendwie sitzt dort dann M. mit einem P\u00e4rchen dort und wartet auf uns. Eine Deutsche die heute in Bangkok angekommen ist um ihre \u201eLiebe\u201c zu besuchen und eben \u201eer\u201c -ein \u00c4gypter der hier in Bangkok eine Shishabar hat. Der \u00c4gypter freut sich gleich eine Psychologin zu treffen und meint das w\u00fcrde er eigentlich gut brauchen derzeit, die Deutsche ist auf die n\u00e4chsten Tage gespannt und wie es mit ihrer \u201eLiebe\u201c weitergeht. Der \u00c4gypter gibt mir seine Visitenkarte f\u00fcr den n\u00e4chsten Bangkokbesuch, ich soll mich unbedingt melden. M. k\u00e4mpft mit den Tr\u00e4nen und P. hat nicht so recht Lust zu reden. Schlie\u00dflich verlasse ich die illustre Psycho-Runde, ist mir dann doch zu heftig und zu real die ganzen Storys. Tja &#8211;\u00a0 Liebe Leiden der Kampf um Kompromisse, Menschen die nicht auf andere eingehen wollen sondern nur ihre Wahrnehmung nachvollziehen k\u00f6nnen, romantische Geschichten, Dramen, Tr\u00e4nen&#8230;nicht schlecht das Programm und ich mitten drin im Geschehen immer wieder um Rat gefragt. Nichts desto trotz ist es Zeit f\u00fcr mich zu gehen und meinen pers\u00f6nlichen Abschied von Thailand zu nehmen und so wandere ich ein letztes mal durch die schw\u00fcle Stadt, sitze ein letztes mal am Rooftop und packe meinen Rucksack (25Kg).<\/p>\n<p>Es war gut, es war sch\u00f6n, es hat mich sehr gefreut!<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Insel in die dampfende feucht-hei\u00dfe Stadt und ich mitten auf der KhaoSanRoad. Mitten unter betrunkenen Touristen die sich hier lautstark gehen lassen und noch dazu St. Patricks Day. 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