{"id":1413,"date":"2020-12-29T14:28:05","date_gmt":"2020-12-29T13:28:05","guid":{"rendered":"http:\/\/purple.wildherb.at\/?p=1413"},"modified":"2020-12-29T14:50:26","modified_gmt":"2020-12-29T13:50:26","slug":"rauhnaechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/purple.wildherb.at\/?p=1413","title":{"rendered":"Rauhn\u00e4chte"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Rauhn\u00e4chte 25.12. &#8211; 6.1.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"667\" src=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/IMG_8044.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1419\" data-link=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/?attachment_id=1419\" class=\"wp-image-1419\" srcset=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/IMG_8044.jpg 500w, https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/IMG_8044-225x300.jpg 225w, https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/IMG_8044-150x200.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"499\" src=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/23AA035A-2826-485D-855B-C2D7706A3BBA.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1421\" data-full-url=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/23AA035A-2826-485D-855B-C2D7706A3BBA.jpg\" data-link=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/?attachment_id=1421\" class=\"wp-image-1421\" srcset=\"https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/23AA035A-2826-485D-855B-C2D7706A3BBA.jpg 500w, https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/23AA035A-2826-485D-855B-C2D7706A3BBA-300x300.jpg 300w, https:\/\/purple.wildherb.at\/wp-content\/2020\/12\/23AA035A-2826-485D-855B-C2D7706A3BBA-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>Noch vor einigen Jahren war es \u201enormal\u201c eher drastische M\u00e4rchen und Geschichten zu erz\u00e4hlen. Dies war Teil der Erziehung und Teil traditioneller Br\u00e4uche die den Alltag und die Gemeinschaftsstrukturen regelten. Der Ursprung liegt in alten Riten und dem Glauben an \u201epersonifizierte\u201c Kr\u00e4fte. Sind es in Asien D\u00e4monen, im Voodoo dunkle Loas, bei manchen Indianerst\u00e4mmen der Jaguar vor dem man sich in acht nehmen muss so gibt es auch bei uns wie jetzt im Winter zb. die Sch\u00f6n- und Schiachpercht oder die Wilde Jagd.  All dies zeigt uns, dass schon immer verschiedene Kr\u00e4fte in und um uns herum wirkten und es noch tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen Samhain und Yule ist die Zeit wo die T\u00fcren der Anderswelt weit offen stehen und wir mit unseren Ahnen in Verbindung treten. Die Natur zieht sich zur\u00fcck und wir reisen mit ihr und Gedenken den Verstorbenen. Zu Yule, der Wintersonnwende wird der Sonnengott wiedergeborene, die Tage werden l\u00e4nger. Dennoch sind wir im Prozess des Winters, wir ziehen uns zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem fr\u00fcher das Leben rauher war und es kaum Zeit f\u00fcr Familie und Freizeit gab war es auch notwendig hier f\u00fcr die Menschen eine Pause einzulegen. Dabei helfen die mystischen Gestalten die uns Furcht einfl\u00f6\u00dfen sollen, damit wir auch wirklich einen Grund haben \u201enichts zu tun\u201c und nicht raus zu gehen. (Vielleicht heisst diese Gestalt jetzt Corona?)<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Brauchtum das sich gehalten ist der Aberglaube, dass man in den Rauhn\u00e4chten keine W\u00e4sche h\u00e4ngen lassen soll damit das Geisterheer sich darin nicht verf\u00e4ngt. Dadurch war symbolisch verankert, dass man vor Weihnachten alles erledigt hatte und man bis zum Ende der Rauhn\u00e4chte mit der Familie sein konnte um gemeinsam die freie Zeit zu geniessen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier tauchen auch die Perchten auf die wie Yin\/Yang, Shiva\/Shakti Urkr\u00e4fte Symbolisieren k\u00f6nnten. Sie bestrafen und begl\u00fccken, sie \u201eregeln\u201c die Tage der Rauhn\u00e4chte, schauen ob das Haus Sauber ist und deuten darauf hin, dass man die Naturkr\u00e4fte nicht ignorieren sollte. Hier ist ebenfalls eine ganz sinnvolle Begebenheit, dass das Hau zun\u00e4chst Sauber sein sollte bevor es geb\u00fchrend ausger\u00e4uchert wird. Altes wird ges\u00e4ubert und dann wird ausger\u00e4uchert um Platz zu machen f\u00fcr Neues Gl\u00fcck. Es ist quasi ein j\u00e4hrliches erstes Reinigungsritual vor den Rauhn\u00e4chten und spiegelt sich einige Zeit sp\u00e4ter zum Fr\u00fchlingsputz wieder wenn die Natur wieder erwacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutzutage sind viele von uns faul und k\u00f6nnen bereits geniessen \u201emal nichts zu tun\u201c. Fr\u00fcher war dies ein Ding der Unm\u00f6glichkeit &#8211; es musste immer gearbeitet werden.&nbsp;Dennoch empfinde ich es nach wie vor als passend die Kr\u00e4fte der Jahreszeit zu Achten.&nbsp;Es erscheint stimmig f\u00fcr mich, f\u00fcr viele von uns die in einer sehr schnellen Zeit viel Arbeiten und viel Verantwortung tragen, kaum zur Ruhe kommen und deren &#8222;ToDo&#8220; Listen kein Ende nimmt. Draussen st\u00fcrmt es und schneit es ist nach wie vor dunkel. Die Rauhn\u00e4chte kann man nutzen um sich zu besinnen, auf unsere innere Ruhe, ein zu sich kommen, ein runter fahren. Und manchmal ist es schwer &#8222;nichts zu tun&#8220;, keine Vorgaben f\u00fcr den Tag zu haben, die Liste der Erledigungen zu streichen und &#8222;rumzugammeln&#8220;. Kein M\u00fcssen, Sollen und Schuldgef\u00fchle wenn man tagelang im Pyjama ruml\u00e4uft und sich vorrangig im Bett oder auf der Couch aufh\u00e4lt. <\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt in der Zeit der Rauhn\u00e4chte gehen wir in die Stille. Lassen das Jahr und den Winter vorbeiziehen und nehmen wahr wer Familie und Freunde sind. Gerade mit dem Lockdown sp\u00fcrt man, wer einem Nahe ist und auf wen wir besonders achten wollen oder wer Hilfe ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn draussen im Wintersturm die Wolkenformationen wie Wotan mit seinem wilden Heer vorbeizieht ist es fein in der Stube zu sitzen und &#8211; nichts zu tun. Draussen ist es ja viel zu st\u00fcrmisch!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wilde Jagd ist Teil unserer spirituellen und kulturellen Wurzeln und ist in ganz Europa vom hohen Norden bis zu uns und nach Italien Teil\u00a0 der Rauhn\u00e4chte. Der Zug der Geister ist uns wohl gesonnen und zeigt uns, dass auch wenn Dinge manchmal furchteinfl\u00f6ssend erscheinen nicht so sein m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rauhn\u00e4chte gelten als Schicksalstage die uns Zeichen f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr mitgeben. Beginnend mit 25.12. sind es 6 N\u00e4chte im kalendarischen alten Jahr und 6 N\u00e4chte im neuen Jahr. Die Tr\u00e4ume dieser N\u00e4chte stehen jeweils f\u00fcr ein Monat im neuen Jahr und helfen uns die Qualit\u00e4t des neuen Jahres f\u00fcr uns zu deuten. Dementsprechend gibt es auch gen\u00fcgend Silvesterbr\u00e4uche die sich in die heutige Zeit \u00fcberliefert haben und  zumeist mit Orakel zu tun haben und\/oder uns Gl\u00fcck bringen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf geht&#8217;s &#8211; r\u00e4uchert euer sauberes zu Hause, lasst Altes gehen und Neues herein. Das Jahr war m\u00fchsam genug f\u00fcr Viele und es scheint als w\u00fcrde sich dadurch sehr viel ver\u00e4ndern. In diesem Sinne rutscht gut ins Neue Jahr und n\u00fctzt die Zeit. Seid Achtsam mit euch und euren Begegnungen, st\u00e4rkt euch, lasst los und schafft Platz !<\/p>\n\n\n\n<p>Blessed Be<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.sagen.at\/texte\/sagen\/oesterreich\/steiermark\/Hinterbergertal\/Rauhnachtsagen_Wilde_Jagd.html\">http:\/\/www.sagen.at\/texte\/sagen\/oesterreich\/steiermark\/Hinterbergertal\/Rauhnachtsagen_Wilde_Jagd.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perchta\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perchta<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilde_Jagd\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilde_Jagd<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rauhn\u00e4chte 25.12. &#8211; 6.1.&nbsp; Noch vor einigen Jahren war es \u201enormal\u201c eher drastische M\u00e4rchen und Geschichten zu erz\u00e4hlen. Dies war Teil der Erziehung und Teil traditioneller Br\u00e4uche die den Alltag und die Gemeinschaftsstrukturen regelten. 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